kein Zündfunke (12V ELBA)

 
Neuling
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kein Zündfunke (12V ELBA)

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Gepostet: 06.06.2024 - 21:47 Uhr  ·  #1
Hallo,
ich habe eine Simson SR4-4 (Habicht) mit 12V ELBA. Wir haben das Moped vor ein paar Monaten gekauft und es lief (daher schließe ich mal falsche Zündspule etc. aus).
Das Moped haben wir komplett neu aufgebaut und nun leider keinen Zündfunken.

Ohne Zündkerze bei eingeschalteter Zündung, Zündkabel ohne Stecker gegen das Motorgehäuse => kein Funke.
Was haben wir schon geprüft:
1) Spannung der Ladespule (rotes Kabel) beim Durchtreten 90..110 V~
2) Widerstand Ladespule gegen Masse = 540 Ohm
3) Widerstand Unterbrecher (blaues Kabel) gegen Masse = 15,5 Ohm
4) Alle Masseverbindungen (E-Modul (gelbes Steuerteil), Zündspule, Motorgehäuse) dauerhaft kleiner 0,2 Ohm
5) Kl2 E-Modul zum Testen abgezogen.
6) Spule Mitte (sekundär, am Ende der Zündleitung gemessen) gegen Masse ~200 kOhm
7) Spule 15 (primär) gegen Masse 1,3 Ohm
8) Schwarze Leitung von E-Modul (E-Modul Kl.15, Spule primär) gegen Masse 1,5 Ohm

Soweit ich es im Forum gefunden habe, sind das alles Werte die okay sind, trotzdem habe ich keinen Zündfunken.
Hat jemand noch eine Idee?

Vielen Dank!

Grüße
tiede75
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Re: kein Zündfunke (12V ELBA)

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Gepostet: 06.06.2024 - 22:27 Uhr  ·  #2
Moin,

Die Werte passen. Am blauen Kabel hängt aber kein Unterbrecher, sondern der Geber.
Bleibt ja fast nur ein defektes Steuerteil übrig, du nennst es E-Modul.
Hat das Steuerteil oben einen Poti ? Habt ihr das vielleicht verstellt (Einsatzdrehzahl zu hoch??

Und noch 2 Hinweise
ELBA - elektronische Lade-und Blinkanlage
EMZA - eletronische Magnet-Zündanlage
Neuling
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Re: kein Zündfunke (12V ELBA)

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Gepostet: 07.06.2024 - 19:29 Uhr  ·  #3
Hallo Thoti, danke für die schnelle Antwort!

Hat das Steuerteil oben einen Poti ? => Ja
Und man glaubt es kaum, ganz nach links gedreht und der Zündfunke ist da :)
Danke für den Tipp!!
Nostra
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Re: kein Zündfunke (12V ELBA)

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Gepostet: 07.06.2024 - 21:08 Uhr  ·  #4
Ganz nach links ist aber nicht die Lösung, dann wird es bei hohen Drehzahlen zu Problemen kommen.
Stammt zwar von der Standard 6 Volt Version, wird aber hier nicht anders sein.

Zitat

Definition der Einsatzdrehzahl
Die Einsatzdrehzahl ist die Drehzahl, bei der die Geberspannung ausreicht, den
elektronischen Schalter (Thyristor) auszulösen.
Sie ist erkennbar am Einsatz des Funkenüberganges bei kleiner Funkenstrecke
(z. B. Elektrodenabstand der Zündkerze bei Normaldruck).
Die Einsatzdrehzahl soll zwischen 400 ... 600 U/ min liegen. Bei der EMZA 8384.6 ist
die Obergrenze der Einsatzdrehzahl auf 450 U/mm begrenzt (Verbesserung des Anlasserstartvorganges) .

Einstellvorgang
D1e Erstellung ist bei kaltem Motor vorzunehmen. Zur Kontrolle der Einsatzdrehzahl
wird die Zündkerze herausgeschraubt, in den Zündleitungsstecker gesteckt,
Massekontakt (zweckmäßigerweise am Motor) hergestellt und die Zündung
eingeschaltet.
Mithilfe eines Drehzahlmessers wird während des gleichmäßigen Betätigens des
Kickstarters oder Durchdrehens des Hinterrades bei eingelegtem höchsten Gang
festgestellt, bei welcher Drehzahl der Zündeinsatz, erkennbar am ersten Funkenübergang
an der Zündkerze, erfolgt.
Die Einsatzdrehzahl wird am Einstellregler des Steuerteils einjustiert.
Bei der Einsatzdrehzahl unter 400 U/min ist der Regler im Uhrzeigersinn zu verstellen.
Bei einer Einsatzdrehzahl über 600 U/min ist der Regler entgegen dem Uhrzeigersinn
zu verstellen.
Das Kriterium einer richtig einregulierten Einsatzdrehzahl ist das gute Startverhalten
bei normaler Kickstarterbetätigung und Aussetzer freier Betrieb im oberen
Drehzahlbereich des Motors.
Ist, ordentliche Zündeinregulierung vorausgesetzt, nur bei heftiger Kickstarterbetätigung
(die Motordrehzahl beträgt in diesem Falle etwa 1 700 U/min) das Starten
des Motors möglich, so muss die Einsatzdrehzahl in oben beschriebener Weise
verringert werden. Bei guter Startwilligkeit auf der einen Seite und häufigen
Zündaussetzern bei hohen Motordrehzahlen auf der anderen Seite, ist die Eissatzdrehzahl
zu erhöhen. Eine Probefahrt ist durchzuführen.

Behelfsmäßige Ermittlung der Einsatzdrehzahl
Eine Drehzahl von etwa 420 U/min an der Kurbelwelle wird erreicht, wenn das
Hinterrad bei eingelegtem höchsten Gang innerhalb von 1 Sekunde (entspricht mäßigem
Kraftaufwand) gleichmäßig um eine halbe Umdrehung gedreht wird.

Einstellvorgang:
Fahrzeug aufbocken und höchsten Gang einlegen.
Mit einer Hand den Hinterradreifen unten fassen und mit mäßigem Kraftaufwand
gleichmäßig um 180° drehen, dabei ist zu kontrollieren, ob an der Kerze ein Funkenübergang
erfolgt.
Tritt bei deutlich langsameren Drehen schon ein Funkenübergang auf, so ist der
Einstellregler im Uhrzeigersinn zu verstellen.
Treten auch bei wesentlich erhöhtem Kraftaufwand keine Funken auf, Einstellregler
entgegen dem Uhrzeigersinn verstellen.
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