1975 Simson S50N die Restauration

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Stachelbeerpflücker
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1975 Simson S50N die Restauration

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Gepostet: 13.04.2018 - 11:29 Uhr  ·  #1
Ich möchte alle die hier im Forum schreiben, bitten, dies hier in diesem Thema zu unterlassen. Ihr könnt in dem unteren Link in meiner Signatur Tipps Tricks zu Restauration eventuelle Fragen und Anregungen posten. Das hat den Grund, dass dieser hier Übersichtlich bleibt. Ich möchte mich schon einmal im Vorraus bedanken.

Lasst die Spiele beginnen,

wie die meisten hier wissen, habe ich mir im Juni letzten Jahres, eine Simson S50N von 1975 mit DDR Papieren in mehr oder weniger gutem Zustand angelacht.
Die meiste Zeit, bis heute, habe ich mit Teile suchen, fluchen und sonstigen Unannämlicheiten verbracht.
Es ist nicht einfach, auch nicht billig, eine N von 1975, Original zu restaurieren. Die meisten Teile z.B. die Klemmstücke für die Lenkerarmaturen gibt es nur noch seehr selten auf ostdeutschen Flohmärkten und dort auch nur zu Preisen die einem die Haare zu Berge stehen lassen.

In der Zwischenzeit wurden der Motor überholt und eine komplett neue Kontaktzündung aufgebaut, wie sie 1975 verbaut war. Mit den richtigen Spulen. Die Lichtspule liefert 21,5 Watt!
Die teilen sich wie folgt auf; 15 Watt für den Hauptscheinwerfer, 5 Watt für das Rücklicht und 1,5 Watt für die Tachobeleuchtung. Diese Spule ist Neu mit Goldstaub aufzuwiegen!

Der Motor, die original Maschine von 1975! war von Zustand eher als mäßig einzustufen. Der Zylinder war total hin und Kurbelwelle auch. Einzig das Getriebe war wie Neu. Fast unglaublich.

Er hat ein neues original Gehäuse bekommen. Kostenpunkt zum Kaufzeitpunkt 160 Euro!
Der neue DDR Zylinder mit Megukolben lag bei ca 100 Euro. Der Zylinderkopf ist jetzt einer ohne Steg zwischen den äußeren Kühlrippen. So sah er 1975 aus! Muss man wissen oder jemanden "kennen" der es weiß.

Das sind so die Kleinigkeiten, die die Suche nach Teilen, erheblich erschweren.

Die ganze Überholung hat inklusive Gehäuse, ohne Zündung, 590 Euro gekostet !! Das ist viel Geld. Für die Zündung kommen knapp 200 Euro oben drauf, inkl. zusätzlich gekaufter Schwungmasse, originaler Unterbrecherkontakte und auch sinnloserweise gekaufter Zündungseinzelteile, die nachher nicht gebraucht wurden.

Und das ist nur der Anfang...

wird fortgesetzt!

Bitte hier nicht antworten oder schreiben. Danke!
Stachelbeerpflücker
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Zündung und alles Elektrische. Der Anfang.

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Gepostet: 15.05.2018 - 00:24 Uhr  ·  #2
Die Zündung,

was soll man dazu schreiben. Man kann die SLMZ mögen, muss man aber nicht. Ich habe mich noch nicht entschieden ob ich sie mag.

Sie ist einfach, sehr übersichtlich, aber sie soll Nässe und übertriebene Wärme nicht mögen. Gut. Gegen Nässe hat sie eine neue Gummidichtung die man auch ab und an erneuern kann. Daran solls nun nicht liegen. Gegen die Wärme kann ich nichts machen.

Im Fundzustand war meine N mit einer Primärzündung ausgerüstet bzw. umgebaut mit 25 Watt Lichtleistung. Die Grundplatte war von 1963, minimal Älter, für DDR Verhältnissen. :D
Wie ich bereits in einem anderen Beitrag geschrieben habe, ist mir in meinem Schichtkopf ( ich weis ab und an nicht mehr wann Wochenende ist, da ich meine Wochenenden, immer an einem anderen Tag habe) der Gedanke gekommen ich könnte ja einem gewissen Herrn Werner anrufen und Ihn um Hilfe fragen wegen der Zündung. Das doofe war halt es war Samstag! Nachmittag! Er ist ans Telefon gegangen :danke: .

Der Mensch hat echt Nerven.

Er hat sich bereit erklärt mir die Zündung komplett neu aufzubauen. Ich sollte Ihm nur einen meiner neuen DDR Unterbrecher schicken und eine Schwungmasse die nicht ausgenudelt ist. Ich hab halt noch ne 2. gekauft. Weil ich eben nicht wusste ob meine noch ok ist.

Hier noch 1-2 Fotos. Die Bilder vom Motor mach ich die Woche noch fertig und lade sie hoch.
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Titel: Primärzündung 1963
Information: Zündung im Fundzustand
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Titel: SLMZ 2018
Information: Made by Moped Werner
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Titel: SLMZ 2018/2
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Titel: SLMZ 2018/3
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Stachelbeerpflücker
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Bilder vom Motor

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Gepostet: 21.05.2018 - 20:31 Uhr  ·  #3
Ich habe leider keine Fotos vom Aufbau selber. Zylinder ist nicht wie oben geschrieben im 5. Maß sondern im 1. also Kolbenmaß 40,22mm. Er wird also noch ne weile leben, vorausgesetzt es gibt dann noch Sprit und man darf da Öl reinmischen.
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Titel: M53 KF Baujahr 1975
Information: Zündungsseitig mit original SLMZ
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Titel: 2
Information: Ansicht Auslaßseitig
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Titel: 3
Information: Getriebeseite nicht originaler Kupplungsdeckel
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Titel: 4
Information: Einlaßseitig
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Titel: 5
Information: Rückseite
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Titel: 6
Information: Unterseite. Alles mit Papierdichtungen und Dichtmasse
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Stachelbeerpflücker
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Der Lenker mit Armaturen

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Gepostet: 30.06.2018 - 22:16 Uhr  ·  #4
Lenker und Armaturen.

Ist vielleicht etwas übertrieben mit den Armaturen weil so viel ist da nicht wirklich.

War nicht ganz leicht, dass ganze. Da meine S50N nichts davon verbaut hatte was da eigendlich drann sein sollte. Also habe ich mich erst einmal schlau gemacht. Soll heißen Foto im Netz anschauen, mit Menschen in Kontakt treten die eine S50N in der Realität gefahren haben um 1975 herum, die an der Entwicklung beteiligt waren usw.

Mein Fazit; es gibt jede Menge Teile zu kaufen, aber 99% ist schlicht und ergreifen Müll. Gummiteile die nicht passen, was ist eigendlich so schwer daran einen Gummigriff im Durchmesser so passend zu fertigen was er auf das Gasdrehgriffstück draufpasst? Die sind alle zu groß! Man braucht 24mm und gefertigt werden die in 27mm. Das ist Gummi oder TPE.

Was die Metallteile wie Lenkerrohr und Aluhebel betrifft ist alles in bester Ordnung. Die Qualität stimmt. Die Klemmstücke für die Aluhebel bekommt man nur noch auf Flohmärkten oder ab und an auf Ebay. Die Frage ist dann immer sind die okay.

Die Überzieher für die Aluhebel habe ich als Nachfertigung genommen. Die kommen aus dem 3D Drucker und sind von der Qualität nicht übel. Die Oberfläche ist nicht wie im original glatt sodern eher wie Nylon. Sie sind sehr flexibel und müssen nicht geklebt werden. Ein bisschen heißes Wasser dann draufschieben und kalt werden lassen. Hält wie Bombe und sieht gut aus. Ist nicht ganz original aber ein guter Kompromiß.

Eine kleine Frage hätte ich aber trotzdem noch;

Hat die S50 von 1975! diese Feder an den Aluhebeln um den Kupplungshebel in die Endlage von bringen? Sperber und Co haben sie, bei der S50 weis ich das nicht.

Ahhso noch ne Frage;

Warum sind beim Schraubensatz die Schrauben für die Befestigung der Kupplungs und Bremshebl nicht enthalten? Gehören die nicht zum Moped? Ist doch peinlich...
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Titel: Kupplungsseite
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Titel: Lenker im Fast Original Zustand
Information:
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Titel: Lenker im Fundzustand
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Titel: Gasdrehgriff
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Titel: 3D gedruckter Überzieher
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Titel: Mit oder ohne Feder?
Information: das ist hier die Frage...
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Tank oder das Lackset

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Gepostet: 22.08.2018 - 13:46 Uhr  ·  #5
Soderle,

entschuldigt bitte, dass es etwas gedauert hat, ich habe einfach keine wirkliche Lust irgendetwas zu machen. Wer ist Schuld, die Wärme!

Was soll ich zum Lackset schreiben, der allgemeine Zustand war gut. Der Rost im Tank hielt sich in Grenzen wenn man bedenkt das die S50 N ca. 17 Jahre gestanden hat! Ich habe ihn 2 mal mit Zitronensäure und heißem Wasser gereinigt. Das einzige Problem war, er war an oder in Nähe der Lasche undicht. Als Grund kann man wieder einmal sagen, die Spannhülse und die Gummischeiben sind eben doch sehr wichtig. Also habe den Tank zu einem Amischrauber mit sehr gutem Ruf zum Reparieren gegeben. Das war im September letzten Jahres. Er hat sich mit Händen und Füßen gewehrt, weil er hat einfach keine bzw. sehr wenig Zeit. Widerstand ist zwecklos! Das wissen wir seit Star Trek, Der erste Kontakt! Er hat ihn also angenommen, mit dem Hinweis das kann wirklich dauern. Im Mai diesen Jahre hat er mich angerufen, Du dein Tank ist fertig.

Der Riss war unter der Lasche so das diese herausgetrennt werden musste, dann wurde ein passendes Blech eingeschweist und die Lasche wieder drauf geschweißt.

Das Thema war also erledigt, es folgten Schleiforigien an den Seitendeckeln, denn dort waren gefühlte 10 Schichten Lack inkl. Grundierungen drauf. Der Rostfleck auf dem rechten Deckel erwieß sich als wares Krebsgeschwür. Ab dem Zeitpunkt wusste ich, dass wird nix, dass muß gestrahlt werden und dann professionell lackiert werden.

Diesen Job hat die Firma Engisch aus Leipzig übernommen. Ihn kannte ich von meinen Flohmarkt Besuchen und wusste das wird ordentlich. Jo wie lange dauerts...12 Wochen. Gedauert hat es gerade mal 6 Wochen. Die Menschen die gute Arbeit abliefern die brauchen Zeit und die haben meisten von ihnen eben nicht. Also dauert es!

Jetzt ist das Lackset fertig zum Einbau. Der erfolgt aber erst mitte September... ihr wisst schon, es ist warm und ich habe keine Böcke!
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Titel: Seitendeckel rechts
Information: Das Krebsgeschwür
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Titel: Lackset
Information: vor dem Lackieren
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Titel: Tank
Information: nach dem schweißen
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Titel: Seitendeckel Links
Information: ich will aber eine S51...
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Titel: Lackset fertig zur Montage
Information: Neuer Lack und originale Abziehbilder
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Stachelbeerpflücker
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Re: 1975 Simson S50N die Restauration

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Gepostet: 30.03.2020 - 17:23 Uhr  ·  #6
Servus, der Winterschlaf hat diesmal wohl etwas länger gedauert und meine Null Bock Phase ist drann schuld.

Es geht weiter mit der Telegabel;

 


 


 


 


 


Sie besteht zu 100% aus original DDR Teilen inkl. Simmeringe. Für die, die sich jetzt an Kopf fassen, die originalen sind zwar Horn alt, aber sie funktionieren was man von den Doppellippe nicht sagen kann. Ich zumindest nicht, da sie mir bei auseinander ziehen der Gabel zerissen sind bzw. sich die Feder des Ringes verselbstständigte. Für mich Müll. Die Uralt DDR Ringe halten, sind dicht und funktionieren somit. Kann aber jeder machen wie er will.

PS: das Fett an der Feder kann man machen, muss man aber nicht. Meine Gabel hatte Federgeräusche, mit dem Fett sind die weg.
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